Klaviyo Kosten 2026: was Klaviyo kostet und woran sich der Preis bemisst

Klaviyo rechnet nicht nach verschickten Mails ab, sondern nach aktiven Profilen. Wer das Prinzip versteht, kann die Kosten aktiv steuern. Wer es ignoriert, zahlt für Kontakte, die seit Jahren nichts kaufen. Dieser Beitrag erklärt die Preislogik und zeigt, wo sich sparen lässt.

Die Preislogik in einem Absatz

Klaviyo bietet einen kostenlosen Einstieg und darüber gestaffelte Monatspreise, die sich nach der Zahl der aktiven Profile im Account richten. Mit jeder Profilstufe steigt der Preis und zugleich das enthaltene E-Mail-Volumen. SMS und Mobile Messaging werden separat über Guthaben abgerechnet. Seit Klaviyo sich zur B2C-CRM-Plattform erweitert hat, gibt es zusätzlich eigene Produkte für Service, Analytics und KI-Funktionen mit eigener Preisgestaltung; für die meisten Shops bleibt das Marketing-Produkt der relevante Posten.

Der Free-Plan

Laut Klaviyo-Preisseite (Stand September 2026) enthält der kostenlose Plan bis zu 250 Profile, 500 E-Mails pro Monat und Mobile Messaging im Wert von fünf US-Dollar monatlich. E-Mail-Support gibt es in den ersten 60 Tagen. Der Plan reicht zum Testen, aber nicht zum Betrieb: 500 Mails pro Monat sind bei 250 Profilen zwei Mails je Kontakt.

Was „aktives Profil“ bedeutet

Aktiv ist jedes Profil, das du per E-Mail oder SMS ansprechen kannst, also alle Kontakte, die nicht unterdrückt sind. Entscheidend: Auch Profile, die du nie anschreibst, zählen, solange sie nicht unterdrückt sind. Ein Account mit 40.000 Profilen, von denen 15.000 seit zwei Jahren inaktiv sind, zahlt für 40.000. Die Preise selbst ändern sich regelmäßig; verbindlich ist der Preisrechner auf der Klaviyo-Website. Zur Orientierung: Der Einstieg in den bezahlten E-Mail-Plan lag zuletzt bei rund 20 US-Dollar pro Monat für bis zu 500 aktive Profile, die Kombination aus E-Mail und SMS entsprechend darüber.

Was den Preis treibt

Kostentreiber Wirkung Hebel
Inaktive Profile Höhere Profilstufe ohne Umsatz Sunset Flow, Unterdrückung
Doppelte Profile Zählen doppelt Zusammenführen, Import-Regeln
Importe ohne Consent Zählen, dürfen aber nicht angeschrieben werden Nur bestätigte Kontakte importieren
Mehrere Sprachen in getrennten Accounts Grundgebühr mehrfach Ein Account mit Sprach-Property
SMS an die falschen Segmente Guthaben verbrennt SMS nur für Segmente mit nachgewiesener Reaktion
E-Mail-Volumen über dem Plan Zusatzkosten Frequenz und Segmentierung prüfen

Sieben Wege, die Klaviyo-Rechnung zu senken

  1. Sunset Flow einführen und Profile ohne Engagement unterdrücken. Das ist der größte Hebel und schützt zugleich die Zustellbarkeit. Anleitung: Klaviyo Sunset Flow.
  2. Unterdrücken statt löschen. Unterdrückte Profile zählen nicht, ihre Historie bleibt für Auswertungen erhalten.
  3. Dubletten zusammenführen, vor allem nach Migrationen und Gewinnspielen.
  4. Nie-Käufer nach 12 Monaten prüfen. Wer sich für einen Rabatt angemeldet hat und nie gekauft hat, wird selten noch Kunde.
  5. Hard Bounces und Spam-Beschwerden automatisch unterdrücken lassen. Klaviyo tut das standardmäßig; prüfe, dass niemand die Einstellung geändert hat.
  6. Sprachen und Länder in einem Account abbilden, statt mehrere Accounts zu bezahlen. Wie das geht, steht unter Mehrere Sprachen in einem Shopify-Store.
  7. Vor der nächsten Profilstufe aufräumen. Kurz vor der Schwelle lohnt sich ein Blick auf die Liste mehr als danach.

Kosten gegen Nutzen

Die Klaviyo-Rechnung ist selten das Problem. Ein Account mit 20.000 aktiven Profilen kostet im Monat weniger als ein einziger schlechter Newsletter an Marge kostet. Die Frage ist nicht, ob Klaviyo teuer ist, sondern ob das Setup den Preis rechtfertigt. Wer den Vergleich mit anderen Tools sucht, findet ihn unter Klaviyo vs. Mailchimp und Klaviyo vs. Emarsys, Brevo und CleverReach. Und wer wissen will, ob eine Agentur die Kosten wert ist: Agentur oder Inhouse?

FAQ

Zahlt man bei Klaviyo für abgemeldete Kontakte?

Nein. Abgemeldete und unterdrückte Profile zählen nicht zu den aktiven Profilen.

Gibt es Rabatte für Jahreszahlung?

Klaviyo bietet je nach Plan und Zeitpunkt Konditionen für längere Laufzeiten an. Die aktuellen Bedingungen stehen im Preisrechner; für größere Accounts lohnt sich das Gespräch mit dem Klaviyo-Vertrieb.

Kostet die Shopify-Integration extra?

Nein, Integrationen sind im Plan enthalten. Kosten entstehen nur über Profile, E-Mail-Volumen und SMS-Guthaben.

Wie finde ich heraus, wie viele Profile ich wirklich brauche?

Über ein Segment aller Profile ohne Klick, Bestellung und Website-Besuch in den letzten 180 Tagen. Ihr Anteil zeigt, wie viel der Rechnung für Inaktive draufgeht.

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Jakob Gerzen

Jakob Gerzen, CEO von More Conversions. Baut seit 2019 CRM- und E-Mail-Marketing-Setups für D2C-Brands wie SNOCKS, Purelei und Naturtreu. Das Team · LinkedIn

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